Systemische Therapie

In der systemischen Therapie werden systemische Zusammenhänge und interpersonelle Beziehungen im Familiensystem als Grundlage für die Diagnose und Therapie von seelischen Beschwerden und interpersonellen Konflikten betrachtet.

Zum Familiensystem gehören im Herkunftsystem die Eltern und die Geschwister (auch die früh verstorbenen und die Halbgeschwister), die Onkel und Tanten, die Großeltern und Urgroßeltern. Besonders prägend ist dabei die Beziehung zu den Eltern in der Kindheit zu sehen. In einer wissenschaftlichen Studie an der Harvard-University konnte gezeigt werden, dass eine gute Beziehung zu unseren Eltern im späteren Erwachsenenleben einen ganz wesentlichen positiven Einfluss auf unsere psychische und körperliche Gesundheit hat.

Mögliche Belastungen unserer Eltern-Beziehung aus der Kindheit können psychothera-
peutisch bearbeitet werden. Dies gilt auch dann, wenn die Eltern schon verstorben sind.

Im Gegenwartsystem geht es um die möglichen psychischen Belastungen und Konflikte in der Paarbeziehung oder mit den eigenen Kindern.

Damit ich mir einen Überblick über ihr Familiensystem machen kann ist es hilfreich
- sowohl in der Einzel- als auch in der Paartherapie - zunächst nach ihren Angaben ihre Familiengeschichte zeichnerisch in einem Soziogramm oder Genogramm auf einem Flip-Chart darzustellen.

Dies und ihre Krankenvorgeschichte ist für mich die Grundlage für eine tiefenpsychologisch fundierte, systemische und lösungsorientierte psychotherapeutische Arbeit.